Hecht

Wissenschaftlicher Name: Esox lucius
Klasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Ordnung: Hechtartige (Esociformes)
Familie: Hechte (Esocidae)
Art: Hecht


Größe:
50 bis 100 cm (die Milchner bis 90 cm), max. bis 150 cm (in der Regel die Rogner)

Gewicht: bis über 20 kg

Körperform:

Der Hechts ist lang gestreckt, walzenförmig und seitlich nur mäßig abgeflacht. Der Kopf ist relativ lang und hat ein entenschnabelähnliches Maul.

Flossen:

Die Rücken- und Afterflossen sind weit nach hinten verlagert und ermöglichen dadurch blitzartige Beschleunigungen und Wendemanöver.  Die Kiefer sind mit Fang- und Hechelzähnen bewehrt, welche nach hinten gebogen sind.

Schuppen:

Der Hecht besitzt 110 bis 130 kleine Schuppen entlang der Seitenlinie.

 

Färbung:

Die Färbung variiert dem Lebensraum nach. Der Rücken ist meist grün-bräunlich. Die Färbung wird vom Rücken zum weißen Bauch hin immer heller.

 

Lebensräume:

Der Hecht ist ein Standfisch. Er hält sich gerne in Ufernähe von Fließgewässern, Seen und Teichen in Schilfrändern auf. Der „Freiwasserhecht“ lebt in größeren Seen und folgt dort den Maränenschwärmen. Hechte sind auch im Brackwasser zu finden.

 

Ernährung:

Hechte fressen Fische aller Arten, sogar ihre Artgenossen, Frösche, Vögel und kleine Säugetiere. Der Hecht ist ein Raubfisch und besitzt den sogenannten Schnappreflex. Er schießt allem, was sich bewegt, hinterher und schnappt zu.
Die Larven ernähren sich anfangs von Wasserflöhen, Hüpferlingen und anderem Zooplankton. Aber schon mit einer Körperlänge von 2 cm jagen sie der Fischbrut hinterher.

 

Vermehrung:

Ab November des Vorjahres „belagern“ die Milchner die Reviere der weiblichen Hechte. Die Laichzeit beginnt je nach Wassertemperaturen zwischen März und April und dauert bis in den Mai hinein. Von den vielen kämpfenden Männchen, die auch schwere Verletzungen erleiden können, kommt nur eines zur Paarung. Die Eier haften an Unterwasserpflanzen, Ästen oder ähnlichem (Haftlaicher). Ein Rogner bildet ca. 40.000 Eier/kg Körpergewicht. Die Vermehrung erfolgt an bewachsenen Uferzonen und auf überfluteten Wiesen. Während der Paarung haben Hechte eine Fresshemmung, die danach sehr schnell erlischt und manchmal dazu führt, dass die Männchen den Weibchen zum Opfer fallen und von diesen verspeist werden. 10 bis 30 Tage nach dem Laichen schlüpfen die Larven, die sich mittels einer Kopfdrüse ans Substrat kleben. Schon nach kurzer Zeit schwimmen sie frei. Im ersten Jahr erreichen die jungen Hechte eine Länge von bis zu 15 cm. Mit ca. zwei Jahren werden männliche Hechte und mit ca. vier die weiblichen geschlechtsreif. Das Höchstalter der Hechte liegt (in Gefangenschaft) bei 30 Jahren.


Speisefisch:

Als Speisefisch ist der Hecht sehr geschätzt.  Seine geordneten Gräten stellen für den Verzehr kein großes Problem dar. Sein Fleisch hat einen sehr geringen Fettanteil und ist deswegen trocken. 

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